AIDS/Lepra/TB

Die Bekämpfung epedemischer Krankheiten ist immer auch Bekämpfung der Armut. Deshalb sind unsere AIDS-, Lepra- und Tuberkuloseprogramme ganzheitlich aufgebaut.  Die medikamentöse Behandlung ist ein wichtiger Bestandteil. Im Weiteren gilt es jedoch die Ernährung, die hygienischen und die sozialen Bedingungen so zu verbessern, dass die Menschen sich nach der Behandlung eine Existenz aufbauen und ihre Lebensbedingungen verbessern können.

Was die Arbeit erleichtert ist der günstige Zugang zu effektiven Medikamenten. Indien hat sich in den letzten Jahren zu einem grossen Exporteur von Generika entwickelt. Zum Beispiel werden 80% der weltweit eingesetzten AIDS-Medikamente in Indien hergestellt. Dadurch ist der Preis für diese Substanzen enorm gesunken, wodurch die in diesem Bereich tätigen Regierungs- und Nicht-Regierungsorganisationen grosse Erfolge in der Bekämpfung der Krankheiten verzeichneten.

Seither machen jedoch die Europäische Union, Japan, die USA und die Schweiz Druck auf die indische Regierung aus. Unter dem Stichwort „Investitionsschutz“ soll Indien die Patentrechtskonstrukte dieser Länder übernehmen. Ärzte ohne Grenzen und weiter Hilfsorganisation haben im Jahr 2015 eine Social Media Kampagne gestartet, um ein Einlenken der indischen Regierung zu verhindern. Denn dies hätte eine sofortige Verteuerung der Medikamente zur Folge und würde die Arbeit dieser Organisationen extrem erschweren.

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